Montag, 28. Januar 2013

Already my second week in the USA...

Hallo,
nun fing heute schon die meine zweite Woche in Amerika an. Die Zeit vergeht malwieder wie im Flug... 
Mir geht es wirklich gut hier. Es hat seine Zeit gebraucht, bis ich wirklich ankam, aber nun fühle ich mich sehr wohl. Meine Hostmom ist wahnsinnig lieb und kocht super lecker und mein Hostdad ist unglaublich. Ich glaube, ich habe noch nie einen so kindischen 32jährigen kennengelernt, der gleichzeitig so ernst sein kann, wenn es nötig ist und unheimlich höflich ist. Die beiden versuchen echt das uns einiges zu bieten! Wir werden beispielsweise nach Yellowstone gehen, Dallas (TX), George (mein hostdad) wird uns Schießen und Autofahren  beibringen, uvm. Amy, meine australische Gastschwester ist auch sehr nett und ich komme richtig gut aus mit ihr!
Ich bin hier wirklich mitten im Nichts gelandet, d.h. wenn wir beispielsweise unsere halbe Stunde in die Schule fahren fahren wir durch meilenweit nur Sandhügel. Zuerst ist alles flach und dann wird es hügelig. Das ist wie ganz viele Dünen mit Zäunen drumrum. Im Grunde genommen ist hier wirklich alles Wüste nur winziges Gras hält den Sand. Da ist also nichts als Sand nur manchmal sieht man kleine Hirschherden über die Straße huschen. Irgendwo sind auch immer ein paar Kühe und Pferde aber äußerst selten. Vereinzelte Häuser zieren den Straßenrand, die meisten jedoch verlassen. Es sieht echt traurig aus, wie als wenn alle in Eile aufbrechen mussten und so ihre Jeeps und Traktoren einfach vor dem Haus stehen lassen haben. Durch die Häuser kann man teilweise durchsehen oder die Fenster sind zugeklebt und die Farbe blättert von der Hauswand. In den zwei kleinen Städtchen bzw. Häuseransammlungen in denen Grundschule und unsere High school stehen gibt es auch einige solcher Häuser - echt unheimlich und echt traurig. Wie Geisterstädte inmitten von normalen, bewohnten Häusern.

Die Schule läuft folgendermasen ab: Wir haben Periods (wie Unterrichtsstunden), die jeweils 51 Minuten gehen. Zwischen den Periods hat man 2 Minuten Zeit um sich zu seinem Locker durchzuboxen, das Buch für die nächste Stnde rauszuholen und zum anderen Zimmer eilen. Wobei eilen ist übertrieben, denn diese 2 Minuten reichen eigentlich gut, da die Schule so klein ist muss man nicht viel laufen. Zur Cody-Kilgore Unified High School, die ich besuche gehen ca. 90 SchülerInnen und Schüler. In meiner Klasse (Sophmore-10. Klasse) sind ca. 18 students, die alle wirklich sehr nett sind. Letze Woche Mittwoch habe ich nun meine Fächer endgültig festgelegt:
FRÜHSTÜCK (in der Schule immer – ich mags! Das sollten wir am Rotteck einführen!)
1.Period: English (wir müssen zur Zeit Reden halten und nun muss ich bis Freitag eine „persuasive speech“ also überzeugende Rede schreiben und halten. 5 Minuten lang, ohjeh...
2.Period: Information Technologies (eigentlich Informatik, aber ich hab nicht wirklich was zu tun dort, heißt dass ich bald am Yearbook arbeiten werde aber im Moment ist nicht wirklich was zu tun für mich...)
3.Period: Geometry (das ist echt relativ schwierig aber es macht Spaß, also werde ich mich anstrengen, meine Hausaufgaben machen und dann ist es halb so wild)
4.Period: Algebra (ich weiß ich bin ein Dussel, dass ich gleich 2 Matheklassen genommen habe, aber es macht mir Spaß – der Mathelehrer ist echt gut – und ich werde richtig was gelernt haben, wenn ich zurück komme. Gerade machen wir Logarithmen, aber das was wir in Deutschland ein halbes Jahr lang gemacht haben ist bei denen gerade mal das erste von 10 Kapiteln...)
LUNCH (schmecht echt gut und keine Sorge, es ist immer frischer Salat und Früchte, etc. da)
5.Period: PE&Health (Di. und Do. Sport und sonst reden wir über Kalorien und so, also echt ok)
6.Period: Band (das macht Spaß, wir spielen nur so bssle vor uns hin)
7.Period: American History (Filme schauen, Texte lesen und dann direkt danach Fragen beantworten, die wir dann zusammen besprechen und wenn wir dann richtig mitgeschrieben haben haben wir alle Punkte – lustig! Können wir in Deutschland das bitte auch einführen!)
8.Period: Journalism (Artikel für die Schulzeitung schreiben und sonst Hausaufgaben machen.)
Diesen Stundenplan habe ich jeden Tag. Und dann ist da noch study hall, also eine Periode für Lesen und Hausaufgaben machen. Das rotiert jeden Tag, also habe ich am einen Tag kein Geometry, weil ich da study hall habe und am nächsten Tag study hall während Algebra, usw.
Der Unterricht hier ist echt locker. Alle sitzen mit ihren Ipads oder Netbooks rum und tun so, als würden sie zuhören ;) oder machen Hausaufgaben bzw. hören Musik. Das ist echt lustig. Und (was mich bei einer kleinen Landschule echt gewundert hat) die technische Ausrüstung ist super! Bildschirme mit Kameras in jedem Zimmer und die meisten Lehrer unterrichten mit Ipad in der Hand und wir können es über den Beamer sehen. Oh Mann, das wird noch lange dauern um das einzuführen am Rotteck, aber es funktioniert super! Jeder Lehrer hat das technische Equipment im Zim mer, das er will. Mein Englischlehrer unterrichtet immer mit seinem Ipad und dann hat er ein Macbook zusätzlich dastehen für öffetnliche Dateinen oder so. Und unsere Hausaufgaben machen wir immer online. Ein anderer Lehrer (ich habe ihn leider nicht, deshalb kann ich nicht sagen was genau er damit macht) hat 5 Flatscreens (min. 30 Zoll jeder) an der Wand hinter seinem Pult hängen und einen anderen für ihn von der Decke und dann noch ein paar Kameras, die ihn aufnehmen und dann das auf den Bildschirmen anzeigen. Ich muss bald mal heimlich Fotos machen :D Ich meine, ich bin echt beeindruckt!

Am Samstag sind wir nach Rapid, SD gefahren und waren dort shoppen (neue Jeans – ich liebe sie!), essen in einem super leckeren ital. Restaurant (die amerikanische Art von Restaurant, also groß!) und dann noch beim Rodeo. Das war echt cool und ich bin froh es mal gesehen zu haben in meinem Leben, aber ich denke nicht, dass ich ein rießen Fan davon werde. Ich mag es einfach nicht die Tiere da rumhüpfen zu sehen, weil sie ein Band um ihren Bauch haben, dass zusammenpresst. Was nicht heißt, dass ich es verurteile, denn ich weiß ja schließlich nciht, ob es schlecht für die Tiere ist oder nicht...Im Foto unten seht ihr Pferdrodeo...Und das zweite ist von der Show die zwischen den einzelnen Events ist (die war echt cool - unterhaltsamer als das Rodeo an sich :D).



Am Sonntag hatten wir ein Orientation Meeting mit den anderen Austauschschülern meiner Organisation und unserer Area Representative. Wir mussten 3 Stunden hin fahren und auch wieder 3 zurück, das war dann echt hart, da wir am Samstag schon insgesamt über 6 Stunden gefahren sind um nach Rapid und zurück zu kommen.
Jetzt bin ich krank. Ich habe das Gefühl mein Kopf bläht sich auf und ich habe Halsweh. Aber naja, morgen haben wir die ersten zwei Stunden frei aufgrund des Schnees und wenn es noch ein bisschen weiter schneit bekommen wir den ganzen Tag frei, darauf hoffen wir natürlich nun alle :)!
Mein neues Hintergrundbild (falls es klappt) ist der Sonnenuntergang hier. Der Himmel hier scheint nie zu enden - man kann bis zu Horizont sehen! Die Sonnenauf- und untergänge hier sind die schönsten, die ich je gesehen habe! Die ganze Farbpalette von Lila über Rosa und Gelb zu dunklem, kräftigen  Orange. Es ist unheimlich schön!
In diesem Sinne, ich hoffe, ich konnte euch einen Eindruck geben von meinem Leben hier, machts gut in good old Germany! Ich vermisse euch :)
eure Dani

Sonntag, 20. Januar 2013

Im Land der unendlichen Weiten...

Hi,
nun bin ich endlich da.

Mein Flug verlief super, nicht mal in Chicago beim Umsteigen gab es Probleme (ich war so stolz auf mich :D)!
 Es war wirklich toll in Chicago den Sonnenuntergang zu sehen und schließlich auf die vielen schönen Lichter der Stadt im Duklen zu schauen. Es war als wären Sterne über mir und Sterne unter mir. So flog ich also in einem Lichtermeer dahin - ein tolles Gefühl! Dann haben Jodi und George mich am Flughafen in Omaha abgeholt und wir haben eine Nacht am Seehaus von George's Eltern übernachtet. Das ist wirklich cool, soweit ich das im Dunklen sehen konnte. Zwar wirklich alt innen aber direkt an einem kleinen See mit Booten, usw. Ich mags... Heute morgen sind wird schließlich einige Stunden nach Kilgore, SD gefahren. Auf der Fahrt erfuhr ich neben vielen anderen interessanten Dingen, dass ich gar nicht in den USA leben werde. Das kommt daher, dass wir in einem Indianerreservat wohnen. Dieses ist ein eigener Staat in den USA. Ich will mein Geld zurück!!! (Hier bleiben tue ich trotzdem...)! Wir fuhren also so um die 2 Stunden von insgesamt fünf, als George sagte wir würden nun die Zivilisation verlassen. (Ohoh...) Das stimmte auch, denn bis auf einige kleinere Städtchen war ab da dann wirklich nichts mehr bis auf Flachland mit vereinzelt ein paar Kühen oder Bäumen. Schließlich aßen wir zu Mittag mit Jodis Eltern, ihrem Bruder und Amy war dann auch da. Alle sind wirklich sehr nett und ich freue mich schon auf nächsten Sonntag, denn wir werden jeden Sonntag mit ihnen zu in die Kirche gehen und dann gemeinsam zu Mittag essen. Dann sind wir (nur ein paar Meter weiter) nach Hause gefahren. Das kleine Haus ist wirklich toll. Ein schönes Wohnzimmer mit Küche, alles sehr sauber und mein Zimmer ist wirklich perfekt für mich. Eine Gitarre steht darin, ein großer Schreibtisch, große Kleiderschränke, ein gutes Bett sowie ein weiterer kleiner Tisch mit Spiegel davor. Und das Beste: mit Blick in die Natur. Weide und ein paar Kühe und nicht geteerte Straßen, Krähen und Blick direkt in die Fenster der Nachbarn gegenüber wie in Deutschland :). George und Amy mussten dann nochmal los Amys verspätetes Gepäck in Pierre holen und so redete ich ein Bisschen mit Jodi. Dann kam noch Rebecca, ein Mädchen dass in meine Klasse geht und oftmals bei den Arnolds ist. Sie ist wirklich nett und wir haben uns über alles mögliche unterhalten während Jodi kochte. Schließlich aßen wir alle zusammen und nach einer tollen Dusche werde ich nun schnell zu Bett gehen, da ich doch sehr müde bin und morgen Schule ansteht. In diesem Sinne: Bis bald,
eure Dani

Dienstag, 15. Januar 2013

The middle of nowhere...

Hallo,
Eeeeeeeeeeeeeeeeendlich habe ich nun mein Plazierung bekommen.
Nach Kilgore,Nebraska, an der Grenze zu South Dakota werde ich gehen. Ich werde bei Jodi und George (einem jungen Ehepaar ohne Kinder, dafür mit 3 Hunden) leben. Ein australisches Mädchen, Amy, wird mit mir drüben sein. Die High school, die ich besuchen werde ist zwar sehr klein, das finde ich aber durchaus gut, da man so nach einiger Zeit alle kennt und nicht Gefahr läuft in der Masse der Schüler einer großen high school unterzugehen. Meine Gasteltern sind Lehrer an meiner Schule und sind auch über ihren normalen Unterricht (George: Englisch, Drama; Jodi: Musik) sehr engagiert. George leitet noch Speech und die Drama group und Jodi macht noch Band, Woman Choir, Cheerleading und Damce Team. Ich habe auch schon mit den beiden geskyped, und bin auch per Skype durch die Schule gelaufen. So konnte ich den Eindruck bekommen, dass ich gut aufgehoben sein werde. Auch toll finde ich, dass ich auf einer Ranch leben werde. So weit ich weit gibt es dort Kühe und auch Pferde und das Ganze erstreckt sich über ein sehr großes Gebiet. Die Ranch hat zwei Häuser und gehörte ehemals Jodis Eltern. Nun wohnen meine Gasteltern im einen Haus und die jetzigen Besitzer der Ranch im anderen (das ist zumindest das, was ich verstanden habe, als sie es mir erklärten). Im Grunde genommen bin ich also wirklich "in the middle of nowhere", doch bei netten Leuten, in schönster Natur, umgeben von Tieren und auf einer kleinen aber feinen High school.
Ich hoffe, ich habe nun alles geschrieben was ich weiß, aber ich werde sowieso bald wieder schreiben, und dann bin ich vor Ort und kann alles definitiv sagen. Ich werde versuchen natürlich euch so nah wie möglich mit dran sein zu lassen um meine Erfahrungen mit euch zu teilen.
Am Samstag früh geht nun schon mein Flieger, sodass nun alles wirklich schnell läuft. Doch ich wollte es schließlich so, nun muss ich halt etwas zügiger Packen, was in der Hinsicht auf das wenige Gepäck, das ich nur mitnehmen darf warscheinlich gar nicht schlecht ist.
Nun denn werde ich mich mal wieder ans Vorbereiten machen (kaum zu glauben, was dann in den letzten Tagen auf einmal alles noch gemacht werden muss...:D) und wünsche euch allen noch eine schöne Woche.
Bis bald,
eure Dani

Mittwoch, 2. Januar 2013

Einen Schritt weiter...

Hallo,
ein frohes neues Jahr wünsche ich allen von Herzen! Ich hoffe, dass ihr euch eure Vornehmungen, Wünsche und Hoffnungen für bzw. an das neue Jahr erfüllen könnt! Eine Freundin schenkte mir einen kleinen Spruch für das neue Jahr, den ich wirklich toll finde und deshalb gerne an euch weitergeben will:
Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut etwas zu riskieren.
In diesem Sinne sollten wir vielleicht auch mal etwas riskieren, denn auch, wenn letztenendes nicht das erhoffte Gute rauskommt, wir haben trotzdem eine Erfahrung gemacht. Ich denke, dass man das Leben nicht an Alter, Karriere oder Familie messen kann sondern an Erfahrungen und wie wir mit ihnen umgegangen sind. Das Leben und die Zeit lebt von Erfahrungen, die wir sammeln. Seien es gute oder schlechte - sind nicht sogar die schlechten die, die man schwerer gewichten sollte? Aus ihnen können wir lernen und ausserdem lässt sich somit aus jeder Erfahrung auch etwas Gutes ziehen. Also: Riskiert auch mal etwas, auch wenn es schiefgehen sollte, eine Erfahrung mehr lässt sich trotzdem mitnehen!
Auch ich riskiere etwas mit meinem kommenden Auslandsaufenthalt. Natürlich hoffe ich, dass alles gutgeht und die Ängste bekämpfe ich, indem ich mir sage, dass ich schließlich Erfahrungen sammeln will und muss. Nur wer schon früh Erfahrungen sammelt kommt später wenn er unter den Fittichen von Mama und Papa rausschlüpft auch gut zurecht in der großen weiten Welt.
Während ich immer noch sehnsüchtig auf meine Gastfamilie warte war ich natürlich weiterhin aktiv. Ich war zwei Tage in Frankfurt und habe dort mein Visum beantragt. Das war wirklich eine Odysee! Gar nicht der Konsulatsbesuch an sich, der war gar kein Problem und ich war nach einer Stunde wieder draußen aber dann hatte ich noch fünf Stunden, bis mein Bus zurück nach Freiburg fuhr. Also lief ich stundenlang durch Frankfurt, trank eine heiße Schoki und genoss dabei den Anblick der Dächer Frankfurts, bummelte durch allerlei Geschäfte auf deren Schaufensterscheiben in Großbuchstaben SALE stand (wirklich bei jedem!),  und fuhr mit den U- und S-Bahnen durch die Gegend. Letzenendes saß ich erschöpft in meinem Fernbus zurück nach Freiburg.
Mein Reisepass mit meinem Visum drinne habe ich heute bekommen. Nun bin ich wieder einen Schritt weiter in Richtung Amerika.
Liebe Grüße,
eure Daniela