Sonntag, 21. April 2013

Life.

Hallo ihr Lieben
 Dieses Wochenende hatten wir nicht viel vor und so hatte ich Zeit mal wieder etwas zur Ruhe zu kommen und nachzudenken. 

Als ich heute morgen aus dem Fenster schaute hat es schon wieder geregnet. Gestern schon schneite und regnete es eine lange Zeit und viele, wie auch ich, ärgern sich und wollen endlich nettes Frühlingswetter. Ich bin es so gewohnt immer nur aus der Perspektive zu denken, wie schön etwas ist, aber das ist oberflächliches Denken. Das wird mir gerade hier bewusst, wo selbst kleine Kinder sagen: "Ja, wäre schön, wenn der Frühling käme, aber egal ob Schnee oder Regen, wir können die Feuchtigkeit gebrauchen, sie ist ein Segen." Der Boden auf dem ich lebe ist eigentlich eine Wüste. Der Sand wird nur gehalten von ganz etwas Gras, und genau das ist es, dass die Feuchtigkeit braucht. Die meisten Menschen sind Rancher und leben von ihrem Vieh, das wiederum von ihrem Land lebt. Letzten Sommer fegte hier ein rießen Feuer durch und verbrannte das Gras einiger Äcker, viele der wenigen Bäume und ein Haus. Vorallem für die Menschen die Land in diesen Gebieten haben ist die viele Feuchtigkeit, die den Boden nass hält wahrhaft ein Segen. Die Männer haben eine harte Arbeit wenn es schneit und man kaum auf den Straßen fahren kann, vorallem jetzt im Frühling, wo sie fast stündlich raus müssen um zu checken, ob sie einer Kuh helfen müssen ihr Kalb zu gebären. Doch man hört nie einen dieser Rancher sich beklagen über das Wetter, denn sie wissen, es ist gut für den Grund, auf und von dem sie leben.

Vor einiger Zeit nahm der Vater von Jodi mich mit zu einer Geburt. Ich musste nicht viel helfen und so konnte ich gut beobachten. Es war eine tolle Erfahrung zu sehen wie das kleine Kalb seine verklebten Augen öffnete und in das Licht der Welt blinzelte. Und so dumm Kühe auch sein mögen, die Mutter wusste sofort, dass es ihr Kalb ist und begann es abzulecken.

Dieses Kalb hatte eine gute Größe und Gewicht, aber das geht nicht allen so. Wir hatten ein "freak of nature", little Midgy. Ein kleines Kalb, dass zu klein und leicht geraten war. 
Little "Midgy" with Amy and me
Man musste ihm am Anfang helfen den Euter der Mutter zu finden, da es auf Kniehöhe der Mutter suchte. Es wuchs gut, aber der Schneesturm war dann doch zu viel für das kleine Ding. Es hatte sich angewöhnt sich in Vertiefungen im Boden zu legen, sodass der Wind über es hin blies, es war schlau. Doch dann wurde ihm das zum Verhängnis denn der Schnee blies nicht nur über es hinweg, es dekte es ab. Doch mit Gottes Segen war das der einzige Verlust für die Logterman Ranch in dem letzten großen Schneesturm. Heute Abend soll es wieder anfangen zu schneien, aber es soll wohl kein so großer Sturm werden wie letztes Mal. Bleibt nur zu hoffen, dass es viel schneit, aber nicht so viel windet, damit das Vieh es einfacher hat und die Straßen offen bleiben.

Die vier Medaillen, die ich beim Track meet letzte Woche gewonnen habe. (6. Platz 4x400m Staffel; 5. Platz 100m Hürden; 4. Platz 300m Hürden; 3. Platz 4x100m Staffel)
Ganz liebe Grüße,
eure Dani

Samstag, 13. April 2013

snowday #3

diary entry #3:
Liebes Tagebuch,
wir sitzen hier eingeschneit und abgeschnitten von der Zivilisation (oh warte Mal, das sind wir ja sowieso immer hier) zu Hause. Wir haben den dritten Tag keine Schule, da zu viele Lehrer und Schüler nicht zur Schule kommen können und auch die Schulbusse auf den Highways nicht fahren können. So sitzen wir also zu Hause vor dem Fernseher, entspannen und haben eine gute Zeit. Noch muss ich mir keine Sorgen machen über Essen, da wir noch einige Steaks haben (eines für George und eines für mich bruzeln gerade auf dem Grill) haben, ist also alles gut.
Bevor es am Montag wieder anfing zu schneien hatten wir einige tolle warme Tage. Es war wirklich frühlingshaft und so hat vorallem track mehr Spaß gemacht. Wir hatten zwei Tage Osterferien und da haben Mr. und Mrs. Cheney (beide unsere track coaches und er ist auch Lehrer in Cody-Kilgore) die anderen Austauschjungs der Schule, Amy und mich, sowie ein paar Freunde der Schule nach Mt Rushmore mitgenommen. Wir sind am Donnerstag nach practise losgefahren und waren nach guten drei Stunden reden, lachen und Musik hören im alten Van in Rapid. Dort haben wir übernachtet und am nächsten Morgen ging es in einen Waterpark. Das war eine Menge Spaß!
Everyone having fun at the waterpark!
Danach sind wir schließlich Mt Rushmore sehen gegangen. Die Gesichter waren echt beeindruckend, auch wenn wir nicht auf den Weg direkt darunter gehen konnten, da er gesperrt war. Ich war wirklich froh dort gewesen zu sein. Ein Punkt mehr auf meiner to-do-Liste hier abgehakt :)!!
Group picture right under Mt Rushmore
Perfect view on Mt Rushmore and the faces!
Ganz liebe Grüße,
eure Daniela

Montag, 1. April 2013

Time goes by...

Hey ho,
hier spielt sich der Alltag immer mehr ein. Zur Schule gehen und dann track practise für gute 2 Stunden. Das macht mir immer mehr Spaß. Am Anfang war es sehr anstrengend, da ich über ein halbes Jahr kein Sport mehr gemacht hatte, aber inzwischen macht mir das Rennen wirklich Spaß. Danach fahren Amy und ich mit dem Bus ins nächste Kaff wo Jodi uns abholt. Wir sind dann immer erst so um acht zu Hause und wenn ich meine Dusche genommen habe und etwas gegessen habe ist es normalerweise schon Zeit ins Bett zu gehen.
So langsam kommt der Frühling hier an. Erstens hat heute Baseball angefangen, was bedeutet, das Frühling hier ist. Außerdem sieht man das erste grüne Gras auf den Sandhills wachsen. Und was für mich immer Frühjahr bedeutet ist, dass ich die Singvögel hören kann, wenn ich morgens aufwache. Es ist toll, dass es langsam wärmer wird, dann macht auch Leichtathletik mehr Spaß, aber Nebraskawetter heißt nicht, dass das so bleiben wird. Hier kann sich das Wetter von einem Tag auf den anderen um 100 Prozent ändern. Die letzten Tage waren sehr warm, aber laut Wetterbericht zum Beispiel soll es morgen für einen Tag wieder sehr kalt werden und sogar schneien, bevor es wieder warm wird am Dienstag.
Letzte Woche hatten wir Music Contest in unserer Schule. Jodi hatte jede Menge zu organisieren, aber alles lief gut! Cody-Kilgore hat viele Kategorien gewonnen und ich habe Outstanding Upper Brass 2013 bekommen. Das bedeutet Gold in Blechblasinstrumenten, Solo.

Foto: GOLD!!!  Sandhills Conference Music Champions
Gill und ich mit unseren Medaillen. (Gill: Outstanding female vocal)
Es war ein wirklich langer Tag, aber ich habe mich rießig gefreut, dass ich gewonnen habe. Es ist auch echt toll zusammen mit  Jodi zu spielen.
Ostern gestern war schön und ich habe von meinen Gasteleltern Süßigkeiten und ein Nebraskashirt bekommen. Allerdings war es auch ein bisschen traurig, da ich an Ostern immer  mit meiner Familie zusammen bei Oma bin. Ich habe kein Heimweh, aber an solchen Tagen vermisst man seine Familie einfach.
Morgen ist das erste track meet, ein reiner Staffelwettkampf zum Üben. Mal schauen, wie das wird, aber Spaß wird es sicher machen, das Wetter soll auch mitmachen hieß es.
In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr alle ein frohes Osterfest hattet und für die die noch Ferien haben, genießt die arbeitsfreie Zeit. Ansonsten guten Start in die neue Woche,
eure Dani