Sonntag, 12. Mai 2013

Enjoying...

Hallo,
es tut mir Leid, dass ich schon lange nichts mehr geschrieben habe, meine Zeit hier neigt sich so langsam dem Ende zu und ich erlebe noch immer wahnsinnig viel.
Prom war eine Nacht, die ich lange nicht vergessen werde! Wir tanzten non-stop und dann ging es in die Turnhalle zum Postprom, einer Veranstaltung, die die Eltern organisieren, damit die Kinder nach Prom nicht schon nach Hause müssen oder trinken gehen. Man spielt, bekommt Preist und hat eine gute Zeit.
With my date
Awsome girls having fun together
Dann hatten wir unseren letzten Leichtathletikwettkampf. Ein sonniger Tag mit zu hohen Temperaturen, was fürs Rennen natürlich nicht so super war. Wir waren trotzdem erfolgreich, ein paar Schüler unserer Schule gehen zu State track um dort gegen die Besten Nebraskas zu rennen und ich persönlich konnte in allen meinen Events platzieren, heißt unter die Top 6 kommen und damit Punkte fürs Team und Medaillen gewinnen. Die letzten vier Medaillen, die ich mit meinen anderen als schöne Erinnerung mit nach Hause nehmen werde.

Morgen beginnt nun schon die letzte volle Schulwoche hier. Natürlich freue ich mich auf zu Hause, Familie und Freunde, aber trotzdem stimmt es mich eher traurig wieder gehen zu müssen. Mein Aufenthalt mag nicht der Bilderbuchaustausch in einer Großstadt am Meer gewesen sein, aber für mich war es perfekt. Mehr als ich mir je hätte träumen lassen können! Ich fand ein zweites zu Hause, Familie und wahnsinnig tolle Freunde! Nun heißt es noch viele Fotos machen, Adressen austauschen und fertig machen für unseren großen Trip in eineinhalb Wochen, hoch nach Montana und dann den ganzen Weg runter nach Dallas, TX, wo wir ausfliegen werden.

Ganz liebe Grüße,
Daniela

Sonntag, 21. April 2013

Life.

Hallo ihr Lieben
 Dieses Wochenende hatten wir nicht viel vor und so hatte ich Zeit mal wieder etwas zur Ruhe zu kommen und nachzudenken. 

Als ich heute morgen aus dem Fenster schaute hat es schon wieder geregnet. Gestern schon schneite und regnete es eine lange Zeit und viele, wie auch ich, ärgern sich und wollen endlich nettes Frühlingswetter. Ich bin es so gewohnt immer nur aus der Perspektive zu denken, wie schön etwas ist, aber das ist oberflächliches Denken. Das wird mir gerade hier bewusst, wo selbst kleine Kinder sagen: "Ja, wäre schön, wenn der Frühling käme, aber egal ob Schnee oder Regen, wir können die Feuchtigkeit gebrauchen, sie ist ein Segen." Der Boden auf dem ich lebe ist eigentlich eine Wüste. Der Sand wird nur gehalten von ganz etwas Gras, und genau das ist es, dass die Feuchtigkeit braucht. Die meisten Menschen sind Rancher und leben von ihrem Vieh, das wiederum von ihrem Land lebt. Letzten Sommer fegte hier ein rießen Feuer durch und verbrannte das Gras einiger Äcker, viele der wenigen Bäume und ein Haus. Vorallem für die Menschen die Land in diesen Gebieten haben ist die viele Feuchtigkeit, die den Boden nass hält wahrhaft ein Segen. Die Männer haben eine harte Arbeit wenn es schneit und man kaum auf den Straßen fahren kann, vorallem jetzt im Frühling, wo sie fast stündlich raus müssen um zu checken, ob sie einer Kuh helfen müssen ihr Kalb zu gebären. Doch man hört nie einen dieser Rancher sich beklagen über das Wetter, denn sie wissen, es ist gut für den Grund, auf und von dem sie leben.

Vor einiger Zeit nahm der Vater von Jodi mich mit zu einer Geburt. Ich musste nicht viel helfen und so konnte ich gut beobachten. Es war eine tolle Erfahrung zu sehen wie das kleine Kalb seine verklebten Augen öffnete und in das Licht der Welt blinzelte. Und so dumm Kühe auch sein mögen, die Mutter wusste sofort, dass es ihr Kalb ist und begann es abzulecken.

Dieses Kalb hatte eine gute Größe und Gewicht, aber das geht nicht allen so. Wir hatten ein "freak of nature", little Midgy. Ein kleines Kalb, dass zu klein und leicht geraten war. 
Little "Midgy" with Amy and me
Man musste ihm am Anfang helfen den Euter der Mutter zu finden, da es auf Kniehöhe der Mutter suchte. Es wuchs gut, aber der Schneesturm war dann doch zu viel für das kleine Ding. Es hatte sich angewöhnt sich in Vertiefungen im Boden zu legen, sodass der Wind über es hin blies, es war schlau. Doch dann wurde ihm das zum Verhängnis denn der Schnee blies nicht nur über es hinweg, es dekte es ab. Doch mit Gottes Segen war das der einzige Verlust für die Logterman Ranch in dem letzten großen Schneesturm. Heute Abend soll es wieder anfangen zu schneien, aber es soll wohl kein so großer Sturm werden wie letztes Mal. Bleibt nur zu hoffen, dass es viel schneit, aber nicht so viel windet, damit das Vieh es einfacher hat und die Straßen offen bleiben.

Die vier Medaillen, die ich beim Track meet letzte Woche gewonnen habe. (6. Platz 4x400m Staffel; 5. Platz 100m Hürden; 4. Platz 300m Hürden; 3. Platz 4x100m Staffel)
Ganz liebe Grüße,
eure Dani

Samstag, 13. April 2013

snowday #3

diary entry #3:
Liebes Tagebuch,
wir sitzen hier eingeschneit und abgeschnitten von der Zivilisation (oh warte Mal, das sind wir ja sowieso immer hier) zu Hause. Wir haben den dritten Tag keine Schule, da zu viele Lehrer und Schüler nicht zur Schule kommen können und auch die Schulbusse auf den Highways nicht fahren können. So sitzen wir also zu Hause vor dem Fernseher, entspannen und haben eine gute Zeit. Noch muss ich mir keine Sorgen machen über Essen, da wir noch einige Steaks haben (eines für George und eines für mich bruzeln gerade auf dem Grill) haben, ist also alles gut.
Bevor es am Montag wieder anfing zu schneien hatten wir einige tolle warme Tage. Es war wirklich frühlingshaft und so hat vorallem track mehr Spaß gemacht. Wir hatten zwei Tage Osterferien und da haben Mr. und Mrs. Cheney (beide unsere track coaches und er ist auch Lehrer in Cody-Kilgore) die anderen Austauschjungs der Schule, Amy und mich, sowie ein paar Freunde der Schule nach Mt Rushmore mitgenommen. Wir sind am Donnerstag nach practise losgefahren und waren nach guten drei Stunden reden, lachen und Musik hören im alten Van in Rapid. Dort haben wir übernachtet und am nächsten Morgen ging es in einen Waterpark. Das war eine Menge Spaß!
Everyone having fun at the waterpark!
Danach sind wir schließlich Mt Rushmore sehen gegangen. Die Gesichter waren echt beeindruckend, auch wenn wir nicht auf den Weg direkt darunter gehen konnten, da er gesperrt war. Ich war wirklich froh dort gewesen zu sein. Ein Punkt mehr auf meiner to-do-Liste hier abgehakt :)!!
Group picture right under Mt Rushmore
Perfect view on Mt Rushmore and the faces!
Ganz liebe Grüße,
eure Daniela

Montag, 1. April 2013

Time goes by...

Hey ho,
hier spielt sich der Alltag immer mehr ein. Zur Schule gehen und dann track practise für gute 2 Stunden. Das macht mir immer mehr Spaß. Am Anfang war es sehr anstrengend, da ich über ein halbes Jahr kein Sport mehr gemacht hatte, aber inzwischen macht mir das Rennen wirklich Spaß. Danach fahren Amy und ich mit dem Bus ins nächste Kaff wo Jodi uns abholt. Wir sind dann immer erst so um acht zu Hause und wenn ich meine Dusche genommen habe und etwas gegessen habe ist es normalerweise schon Zeit ins Bett zu gehen.
So langsam kommt der Frühling hier an. Erstens hat heute Baseball angefangen, was bedeutet, das Frühling hier ist. Außerdem sieht man das erste grüne Gras auf den Sandhills wachsen. Und was für mich immer Frühjahr bedeutet ist, dass ich die Singvögel hören kann, wenn ich morgens aufwache. Es ist toll, dass es langsam wärmer wird, dann macht auch Leichtathletik mehr Spaß, aber Nebraskawetter heißt nicht, dass das so bleiben wird. Hier kann sich das Wetter von einem Tag auf den anderen um 100 Prozent ändern. Die letzten Tage waren sehr warm, aber laut Wetterbericht zum Beispiel soll es morgen für einen Tag wieder sehr kalt werden und sogar schneien, bevor es wieder warm wird am Dienstag.
Letzte Woche hatten wir Music Contest in unserer Schule. Jodi hatte jede Menge zu organisieren, aber alles lief gut! Cody-Kilgore hat viele Kategorien gewonnen und ich habe Outstanding Upper Brass 2013 bekommen. Das bedeutet Gold in Blechblasinstrumenten, Solo.

Foto: GOLD!!!  Sandhills Conference Music Champions
Gill und ich mit unseren Medaillen. (Gill: Outstanding female vocal)
Es war ein wirklich langer Tag, aber ich habe mich rießig gefreut, dass ich gewonnen habe. Es ist auch echt toll zusammen mit  Jodi zu spielen.
Ostern gestern war schön und ich habe von meinen Gasteleltern Süßigkeiten und ein Nebraskashirt bekommen. Allerdings war es auch ein bisschen traurig, da ich an Ostern immer  mit meiner Familie zusammen bei Oma bin. Ich habe kein Heimweh, aber an solchen Tagen vermisst man seine Familie einfach.
Morgen ist das erste track meet, ein reiner Staffelwettkampf zum Üben. Mal schauen, wie das wird, aber Spaß wird es sicher machen, das Wetter soll auch mitmachen hieß es.
In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr alle ein frohes Osterfest hattet und für die die noch Ferien haben, genießt die arbeitsfreie Zeit. Ansonsten guten Start in die neue Woche,
eure Dani




Samstag, 16. März 2013

The windy city...

Hallo ihr Lieben,
nachdem ich letzte Woche recht stressig war, aufgrund von Schule und Leichtathletik fand ich nun endlich etwas Zeit euch von unserem Ausflug nach Chicago zu berichten.
Letzte Woche Mittwoch nach der Schule sollte es losgehen. George fühlte sich nicht gut, aber wir fuhren trotzdem los nach Omaha um dort in Freemont (ein Vorort) im Seehaus von Georges Eltern zu übernachten. Nach 5 Stunden kamen wir Mittwoch Nacht dort total übermüdet an. Wir gingen gleich ins Bett um Donnerstagmorgen wieder aufzubrechen. George meinte wir müssten nur vom Bett zum Auto rollen und er würde den Rest übernehmen. Das taten Amy und ich also und schliefen die ersten 4 Stunden der 8 Stunden Fahrt von Freemont nach Chicago. Es war total toll um rund 15:00 Uhr die Skyline von Chicago durch den Nebel erblicken zu können. Wir chekten ein in unser Hotel und gingen los zum Skydeck. Das ist eine Aussichtsplattform auf dem Willis Tower, einer der höchsten Wolkenkratzer der Stadt. Wir konnten auf ein Lichtermeer hinunterschauen und all die Hochhäuser erschienen plötzlich so klein.
Lichtermeer


Amy, George und ich


Amy, Jodi und ich


101 Stockwerke über Chicago
Nachdem wir eine unglaublich gute deep dish Pizza (typisch für Chicago, wie gefüllte Pizza mit Blätterteig und Käse unter der Tomatensoße) gingen wir zurück zum Hotel und schauten noch einen Film.
Freitag startete mit einem super leckeren Frühstücksbuffet im Hotel. Dann ging es los zum Museum of Science and Industry. Wie schon am Donnerstagabend war es eiskalt draussen aufgrund der tiefen Temperatur und der hohen Luftfeuchtigkeit. Wir liefen immer zu den Busstationen und fuhren dann mit den Bussen, da man mit Auto nicht viel anfangen kann in der großen Stadt, in der jeder zur Arbeit kommen will. Ich mochte das wirklich sehr, da ich so die downtown, wo unser Hotel war, besser sehen konnte. Ich habe das Gefühl, dass ich so wirklich die Stadt etwas kennenlernte. Immer wieder kamen Leute auf uns zu und fragten uns, ob sie uns helfen könnten oder wie es uns geht in Chicago. Die Leute waren echt wahnsinnig nett! Als wir schließlich im Museum ankamen sahen wir viele interessante Dinge und für mich waren die Flugzeuge (bin halt doch verwand zu meinem Bruder...) und das original U-Boot des zweiten Weltkrieges, das ausgestellt war. Wirklich gut erklärt und interessante Sachen aus dem Innenraum waren ausgestellt. Nachdem wir einige Zeit in der Eiseskälte auf unseren Bus warten mussten gingen wir ins chicagoer Art Institute. Tolle Bilder ausgestellt und dieses berühmte Gemälde war mein Favorit: "nighthawks" by Edward Hopper
"nighthawks by" Edward Hopper
Nachdem wir ein unheimlich gute Beefsandwiches gegessen hatten gingen wir ins Hotel zurück. Amy, Jodi und ich machten uns dann noch auf den Weg zu Navy Pier, einer Reihe Vergnügungsattraktionen und Tourigeschäften. Das machte Spaß (auch wenn es echt kalt war).
Samstag startete wieder mit einem Hammerfrühstück gefolgt von auschecken aus unserem netten Hotel. Dann ging es mit dem Auto zum field museum, wo wir Dinosaurier, Mineralien und verschiedene Pazifikkulturen kennenlernten. Das war echt spannend aber man hätte mindestens zwei ganze Tage gebraucht um alles zu sehen! Das Shedd Aquarium, das wir danach besuchten war hauptsächlich gerammelt voll mit schreienden Kindern und noch lauter schreienden Eltern. Manche Fische waren schon echt schön anzuschauen, aber ich kann so was nie richtig genießen, da ich mich immer schlecht fühle für all die eingesperrten Tiere. Das kann ich nicht so richtig ausschalten, ist in Zoos das selbe... Einige Fotos konnte ich aber doch machen, hier das Beste:
Eine Qualle im Shedd Aquarium
Dann neigte sich unser Trip auch schon wieder dem Ende zu. Noch ein letztes Mal die Skyline:
Der letzte Blick auf Chicago
Und dann ging es wieder auf zurück nach Nebraska. 
Ich habe unseren Trip nach Chicago sehr genossen und bin unheimlich froh die Chance gehabt zu haben Mal eine der Metropolen der USA zu sehen. Es hat mir wahnsinnig gut gefallen, die Athmosphäre in der Stadt sowie auch die Mentalität der Menschen dort! Auch bin ich mir sicher, dass ich später für kurz oder lang in so einer Stadt leben und arbeiten werde.
Meine Gasteltern haben mir das ermöglicht und ich bin unheimlich dankbar dafür! Es war unheimlich viel Spaß mit ihnen, wie immer, wenn wir Zeit zusammen verbringen. Hier ein Bild meiner Gasteltern in Chicago:
Zwei der tollsten Menschen, die ich kenne.

Ganz liebe Grüße,
eure Dani